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Recht auf Reparatur · EU

Recht auf Reparatur: Hersteller müssen Smartphones und Waschmaschinen wieder instand setzen

Seit Ende Juli gelten in der EU neue Reparaturpflichten: Hersteller müssen bestimmte Produkte reparieren und Ersatzteile bereitstellen – von der Waschmaschine bis zum Smartphone. Ein Überblick über die Regeln und ihre Grenzen.

deepdaive Team ·

Foto: Fotografia Lui Vlad / Pexels
Foto: Fotografia Lui Vlad / Pexels

Berlin, 24. August 2026 – Die fünf Jahre alte Waschmaschine ist kaputt, Gewährleistung und Garantie sind längst abgelaufen – und trotzdem könnte sie repariert werden: Seit Ende Juli sind Hersteller in der EU gesetzlich verpflichtet, bestimmte Produkte während ihrer üblichen Lebensdauer zu reparieren und Ersatzteile bereitzustellen. Das neue „Recht auf Reparatur“ gilt unter anderem für Geschirrspüler, Waschmaschinen, Trockner, Kühlschränke, Gefriertruhen, Fernseher, Smartphones, Tablets und schnurlose Telefone.^[Handelsblatt – Neue Regeln erklärt: Was es mit dem Recht auf Reparatur auf sich hat – url: https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/neue-regeln-erklaert-was-es-mit-dem-recht-auf-reparatur-auf-sich-hat/100249174.html]

Was sich für Verbraucher ändert

Wer ein reparables Gerät besitzt, kann nun vom Hersteller verlangen, dass es wieder zum Laufen gebracht wird. Die Verbraucherzentralen bestätigen: Die Reparaturpflicht samt Ersatzteilpflicht greift für die genannten Produktkategorien. Es gibt aber Grenzen: Für Staubsauger oder bestimmte Batterien besteht zwar ebenfalls ein Anspruch auf Reparatur, doch eine explizite Verpflichtung, Ersatzteile vorzuhalten, fehlt nach Angaben der Verbraucherschützer bislang noch.^[Handelsblatt – Neue Regeln erklärt: Was es mit dem Recht auf Reparatur auf sich hat – url: https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/neue-regeln-erklaert-was-es-mit-dem-recht-auf-reparatur-auf-sich-hat/100249174.html]

Seit wann gilt das Recht?

Der Reparaturanspruch gilt für alle Produkte aus diesen Bereichen, die seit dem 31. Juli dieses Jahres gekauft wurden – und oft auch bei früheren Käufen. Die EU will damit der Wegwerfmentalität entgegenwirken und die Lebensdauer elektronischer Geräte verlängern, die einen erheblichen Teil des Elektroschrotts ausmachen.^[Handelsblatt – Neue Regeln erklärt: Was es mit dem Recht auf Reparatur auf sich hat – url: https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/neue-regeln-erklaert-was-es-mit-dem-recht-auf-reparatur-auf-sich-hat/100249174.html]

Warum das auch eine KI-Frage ist

Der Blick auf die Liste der betroffenen Geräte zeigt, wie sehr digitale Technik den Alltag durchdringt: Smartphones und Tablets sind längst KI-fähige Alltagsbegleiter, dazu kommen vernetzte Haushaltsgeräte und immer häufiger auch smarte Brillen und Kameras. Genau diese Geräte gelten oft als schwer oder gar nicht reparierbar – Reparaturrecht und Nachhaltigkeit werden damit auch im KI-Zeitalter zu einem zentralen Verbraucherthema. Die neuen Regeln sind ein erster Schritt; ob sie ausreichen, um Hersteller zu langlebigeren Produkten zu bewegen, werden die kommenden Jahre zeigen.