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KI-Anwendungen · Chatbot

Von 0 auf 5.000 Anfragen: Warum bei Rewes KI-Chatbot ein neuer Name den Durchbruch brachte

Ein technisch einwandfreier Chatbot wurde kaum genutzt – erst ein Rebranding machte ihn zum Erfolg. Ein zweites Beispiel zeigt, wie Datenschutz und Kontrolle die Anwendung von KI prägen: Apples lokales Modell auf dem Mac.

deepdaive Team ·

Foto: Matheus Bertelli / Pexels
Foto: Matheus Bertelli / Pexels

Berlin, 27. September 2026 – Manchmal entscheidet über den Erfolg einer KI-Anwendung nicht die Technik, sondern ein Name. Die Rewe Group kämpfte mit einem klassischen Problem: Je größer ein Unternehmen wird, desto voller wird die interne IT-Hotline. Bei rund 20.000 Verwaltungsmitarbeitenden häuften sich die Anfragen von IT-Störungen bis zu neuer Hard- und Software, die Bearbeitungszeiten stiegen, das Vertrauen in den Support bröckelte.^[t3n – Von 0 auf 5.000 Anfragen: Wie Rewe seinen KI-Chatbot mit einem neuen Namen rettete – url: https://t3n.de/news/rewe-ki-chatbot-neuer-name-erfolg-1762215]

Technisch fertig, aber ungenutzt

Rewe digital, die IT-Einheit des Konzerns, baute einen eigenen Chatbot: Er beantwortet Fragen direkt aus internen Wissensquellen und legt bei Bedarf automatisch ein Support-Ticket an.^[t3n – Von 0 auf 5.000 Anfragen: Wie Rewe seinen KI-Chatbot mit einem neuen Namen rettete – url: https://t3n.de/news/rewe-ki-chatbot-neuer-name-erfolg-1762215] Eine Lösung von der Stange kam nicht infrage – aus Compliance- und Datenschutzgründen musste der Bot dauerhaft in Europa laufen, und er sollte auf vorhandenes Wissen aus Confluence und SharePoint zugreifen, statt eine komplett neue Wissensbasis aufzubauen.^[t3n – Von 0 auf 5.000 Anfragen: Wie Rewe seinen KI-Chatbot mit einem neuen Namen rettete – url: https://t3n.de/news/rewe-ki-chatbot-neuer-name-erfolg-1762215] Technisch überzeugte die Lösung von Anfang an. Genutzt wurde sie trotzdem kaum: Der Prototyp wirkte wie ein trockenes IT-Werkzeug, dem zunächst niemand seine Support-Fragen stellen wollte.^[t3n – Von 0 auf 5.000 Anfragen: Wie Rewe seinen KI-Chatbot mit einem neuen Namen rettete – url: https://t3n.de/news/rewe-ki-chatbot-neuer-name-erfolg-1762215]

Damit steht Rewe für ein Muster, das laut Bitkom-Studienbericht 2026 viele Unternehmen kennen: Fast jedes dritte (31 Prozent) nennt fehlende Akzeptanz der Beschäftigten als eines der größten Hemmnisse beim KI-Einsatz.^[t3n – Von 0 auf 5.000 Anfragen: Wie Rewe seinen KI-Chatbot mit einem neuen Namen rettete – url: https://t3n.de/news/rewe-ki-chatbot-neuer-name-erfolg-1762215]

Aus „Hotline Agent" wird „Lumi"

Den Durchbruch brachte am Ende kein technisches Update, sondern ein Rebranding: Aus dem nüchternen „Hotline Agent" wurde „Lumi" – mit eigenem Namen, Avatar und einer internen Markenkampagne.^[t3n – Von 0 auf 5.000 Anfragen: Wie Rewe seinen KI-Chatbot mit einem neuen Namen rettete – url: https://t3n.de/news/rewe-ki-chatbot-neuer-name-erfolg-1762215] Heute löst der Chatbot 5.000 Anfragen im Monat automatisiert.^[t3n – Von 0 auf 5.000 Anfragen: Wie Rewe seinen KI-Chatbot mit einem neuen Namen rettete – url: https://t3n.de/news/rewe-ki-chatbot-neuer-name-erfolg-1762215] Die Lehre: Die Einführung von KI ist auch Kommunikationsarbeit – und ein sprechender Name kann mehr bewirken als eine bessere Architektur.

Privatsphäre als zweiter Hebel

Ein zweites Beispiel zeigt, wie sehr Kontrolle und Datenschutz die Anwendung prägen. Auf Macs mit Apple-Chip steht mit den „Apple Foundation Models" bereits ein lokales Sprachmodell bereit, das Anfragen standardmäßig lokal beantwortet.^[t3n – Versteckter Chatbot auf dem Mac: So greifst du auf Apples lokales KI-Modell zu – url: https://t3n.de/news/versteckter-chatbot-mac-apple-ki-modell-1764148] Mit macOS 27 („Golden Gate") lässt es sich über das Terminal direkt ansprechen; ein Abo braucht es nicht, und weil das Modell komplett offline läuft, verlassen sensible Daten das Gerät nicht.^[t3n – Versteckter Chatbot auf dem Mac: So greifst du auf Apples lokales KI-Modell zu – url: https://t3n.de/news/versteckter-chatbot-mac-apple-ki-modell-1764148] Die Grenzen sind aber eng: Das kleine Modell bietet je nach Gerät nur 4.096 bis doppelt so viele Token, stolpert über Logik-, Code- und Matheaufgaben und halluziniert gelegentlich.^[t3n – Versteckter Chatbot auf dem Mac: So greifst du auf Apples lokales KI-Modell zu – url: https://t3n.de/news/versteckter-chatbot-mac-apple-ki-modell-1764148]

Ob im Großkonzern oder auf dem heimischen Laptop: Erfolgreich wird KI dort, wo sie sich in den Alltag einfügt – und wo Menschen ihr vertrauen. Beide Beispiele zeigen, dass Akzeptanz und Datenschutz längst zu den härtesten Erfolgsfaktoren gehören.