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Künstliche Intelligenz · KI-Musik

KI-Musik auf dem Vormarsch: ElevenLabs Music v2.5 und die Labels der Streaming-Dienste

Der KI-Musikgenerator ElevenLabs Music erscheint in Version 2.5 und setzt auf lizenzierte Trainingsdaten. Parallel führen Spotify, Apple Music und Deezer Labels für KI-Titel ein – allein bei Deezer stammt inzwischen mehr als die Hälfte der täglichen Uploads aus der Maschine.

deepdaive Team ·

Foto: Primitive Spaces / Pexels
Foto: Primitive Spaces / Pexels

Berlin, 14. September 2026 – KI-generierte Musik wird erwachsen – technisch wie organisatorisch. Auf der einen Seite steht ein neues Modell, das auf lizenzierte Daten setzt; auf der anderen Seite ziehen die großen Streaming-Plattformen Konsequenzen und kennzeichnen maschinell erzeugte Titel.^[The Decoder – Elevenlabs makes Music v2.5 available via app and API with free and pro tier options – url: https://the-decoder.com/elevenlabs-makes-music-v2-5-available-via-app-and-api-with-free-and-pro-tier-options/]

Mehr Klang, klare Regeln

ElevenLabs hat Music v2.5 für seinen Musikgenerator veröffentlicht. Die Songs klängen nun voller und natürlicher; in einem Blindtest mit 47.885 Vergleichspaaren bevorzugten die Hörerinnen und Hörer meist die neue Version, besonders bei R&B, Soul, Hip-Hop, Rock und orchestraler Musik. Nutzer behalten die Rechte an ihren Stücken, der kostenlose Tarif umfasst fünf verlustfreie Downloads pro Tag, der Pro-Tarif 400 pro Monat.^[The Decoder – Elevenlabs makes Music v2.5 available via app and API with free and pro tier options – url: https://the-decoder.com/elevenlabs-makes-music-v2-5-available-via-app-and-api-with-free-and-pro-tier-options/] Kommerzielle Nutzung ist je nach Branche und Zweck erlaubt, im Gratis-Tarif mit Namensnennung; Downloads auf Basis fremder Songs sind gesperrt, das Imitieren bestehender Musikerinnen und Musiker untersagt.^[The Decoder – Elevenlabs makes Music v2.5 available via app and API with free and pro tier options – url: https://the-decoder.com/elevenlabs-makes-music-v2-5-available-via-app-and-api-with-free-and-pro-tier-options/] Trainiert wurden die bestehenden Modelle laut Unternehmen auf „lizenzierten Stems und Musik“ – ohne Details zu nennen. Das unterscheidet ElevenLabs vom Konkurrenten Suno, der wegen Trainings mit urheberrechtlich geschütztem Material verklagt wurde.^[The Decoder – Elevenlabs makes Music v2.5 available via app and API with free and pro tier options – url: https://the-decoder.com/elevenlabs-makes-music-v2-5-available-via-app-and-api-with-free-and-pro-tier-options/]

90.000 KI-Songs pro Tag

Wie dringend Kennzeichnung ist, zeigen die Plattform-Zahlen. Deezer erfasste nach eigenen Angaben 90.000 KI-generierte Titel pro Tag – mehr als die Hälfte aller Uploads. Die Plattform machte den Anfang und kennzeichnete vollständige KI-Titel, schloss sie von Empfehlungslisten und Tantiemen aus; Apple Music und Tidal zogen nach. Spotify folgt ab Mitte September 2026 und will KI-Personas als solche ausweisen – mit Fokus auf Accounts statt auf einzelne Musikstücke.^[t3n – 90.000 KI-Songs pro Tag: Warum Streaming-Dienste jetzt Labels einführen – url: https://t3n.de/news/ki-musik-labels-spotify-apple-music-deezer-kennzeichnung-streaming-1762011]

„Wie dringend eine Kennzeichnung im Sinne der Transparenz für Abonnent:innen ist, zeigt die Statistik von Deezer“, heißt es in der Analyse.^[t3n – 90.000 KI-Songs pro Tag: Warum Streaming-Dienste jetzt Labels einführen – url: https://t3n.de/news/ki-musik-labels-spotify-apple-music-deezer-kennzeichnung-streaming-1762011] Hanna Lukashevich vom Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT) forscht zur semantischen Musikanalyse, die das Audiosignal mit musikalischer Bedeutung verbindet – ein Wissen, das auch für den Umgang mit KI-generierter Musik wichtig ist. Sie spricht am 18. September beim Reeperbahn-Festival über den Spagat zwischen transparenter Kennzeichnung und technischen Werkzeugen.^[t3n – 90.000 KI-Songs pro Tag: Warum Streaming-Dienste jetzt Labels einführen – url: https://t3n.de/news/ki-musik-labels-spotify-apple-music-deezer-kennzeichnung-streaming-1762011]

Die offene Frage: Wem gehört der Klang?

Hinter den Labels steht ein ungelöster Streit: Womit wurden die Modelle trainiert, und wem gehört, was Maschinen erzeugen? ElevenLabs verweist auf lizenzierte Daten und eine Vereinbarung mit Universal Music – diese gelte aber nur für künftige, separate Produkte, nicht für Music v2.5.^[The Decoder – Elevenlabs makes Music v2.5 available via app and API with free and pro tier options – url: https://the-decoder.com/elevenlabs-makes-music-v2-5-available-via-app-and-api-with-free-and-pro-tier-options/] Für die Streaming-Dienste ist die Kennzeichnung ein Kompromiss: Sie schafft Transparenz, ohne die Flut zu stoppen.^[t3n – 90.000 KI-Songs pro Tag: Warum Streaming-Dienste jetzt Labels einführen – url: https://t3n.de/news/ki-musik-labels-spotify-apple-music-deezer-kennzeichnung-streaming-1762011]

Damit zeigt sich ein Markt im Umbruch: KI-Musik ist kein Nischenphänomen mehr, sondern ein Massenprodukt. Wie die Branche mit Herkunft und Urheberrecht umgeht, dürfte entscheiden, ob aus der Flut ein Geschäft wird – oder ein Rechtsstreit, der die gesamte Musikwirtschaft erfasst.^[t3n – 90.000 KI-Songs pro Tag: Warum Streaming-Dienste jetzt Labels einführen – url: https://t3n.de/news/ki-musik-labels-spotify-apple-music-deezer-kennzeichnung-streaming-1762011]